Halbzeit
Können Sie sich unseren Lesern kurz vorstellen?
Ich bin verheiratet und habe drei Kinder. Ursprünglich war ich als Zahnarztassistentin beschäftigt, nach 18 Jahren habe ich mich komplett neu orientiert und bin in die Betontechnologie gewechselt. Als Corona kam, sank die Auslastung unseres Betriebes und ich wechselte für kurze Zeit zum Inservice von Jugend am Werk. Da ich für Entrümpelungen zuständig war, bekam ich Einblick in viele Haushalte und sah die Marktlücke und das Potenzial des Aufräumcoaches.
Wie hat sich der Weg in Selbstständigkeit gestaltet?
Schon bei Jugend am Werk buchte mich eine ältere Dame für eine Betreuung. Nachdem man beim Inservice aber nur 9 Monate beschäftigt werden kann, wollte ich mich mit dem Gewerbe der Personenbetreuung und des Aufräumcoaches selbstständig machen. Den entscheidenden Impuls diesen Weg einzuschlagen, gab mir dann der Gründerwettbewerb "StadtUp Knittelfeld" bei dem ich unter die TOP 5 gereiht wurde. So wurde mein Start in die Selbstständigkeit optimal begleitet.
Was unterscheidet Sie von anderen Aufräumcoaches?
Ich biete meinen Kunden mit meinem Büro in der Knittelfelder Theodor-Körner-Gasse eine zentrale Beratungs- und Anlaufstelle an. Das ist ein wesentlicher Vorteil, wenn man sich erstmal kennenlernen möchte und man eine fremde Person nicht sofort in die eigenen vier Wände lassen will. Stimmt die Chemie, werde ich schließlich gebucht.
Ich buche Sie, um meine Wohnung aufzuräumen, weil ich alleine damit überfordert bin. Wie funktioniert richtiges Aufräumen?
Richtiges Aufräumen muss man lernen. Ich bin keine Haushaltskraft, die putzt und sauber macht. Ich unterstütze und coache, damit man selbst in der Lage ist aufzuräumen. Zuallererst mache ich mir ein Bild von den Räumlichkeiten, es muss nicht sein, dass die gesamte Wohnung aufgeräumt werden muss, oft beschränkt man sich auf einen Bereich wie zum Beispiel die Küche, den Kleiderschrank oder den Schreibtisch. Im Gespräch merkt man schnell, was den Kunden am meisten belastet und das nehmen wir dann in Angriff.
Sie kombinieren das Aufräumen auch mit einer Feng-Shui-Raumberatung. Welche Vorteile hat das?
Mit Feng Shui als Werkzeug bringe ich Stärke und Vitalität in Räume. Gemeinsam mit meinen Kunden gestalte ich eine persönliche Umgebung, achte dabei auf Stil, Lieblingsfarben und natürlich auf Lieblingsstücke. So entstehen in Kombination mit einer aufgeräumten Wohnung starke Räume, die in jeder Lebenslage gut tun und in denen man sich wohl fühlt.
Wenn dann fertig aufgeräumt ist, wie hält man dann Ordnung?
Wenn man mich bucht damit ich aufräume, kann man sich sicher sein, dass in einem Monat wieder Chaos herrscht. Es geht darum, dass der Kunde das Aufräumen selbst erlernt. Dabei entwickle ich ein, auf den jeweiligen Kunden und dessen Anforderungen abgestimmtes individuelles System, damit das Chaos in Zukunft der Vergangenheit angehört.
Wer sind Ihre Kunden?
Vorwiegend Privatpersonen, allerdings wurde ich auch schon von Firmen gebucht. Wichtig ist, dass man selbst den Willen und die Kraft aufbringen will, in Zukunft Ordnung zu halten. Das ist meine Zielgruppe.
Wann misten Sie aus? Das ganze Jahr oder mal zwischendurch?
Grundsätzlich bin ich ein ordnungsliebender Mensch, das heißt nicht, dass bei mir nicht auch hin und wieder ausgemistet werden muss. Zu meinen Pflichterminen gehören auf jeden Fall der klassische Oster- und Weihnachtsputz!
Das heißt bei Ihnen zuhause ist auch nicht immer alles picobello. Gibt es auch Ecken, die nicht super ordentlich sind?
Bei mir kann man zu jeder Zeit unangemeldet zu Besuch kommen. Es ist nicht immer picobello, in einer sterilen Umgebung wie sie oft in Wohnmagazinen dargestellt wird, fühle ich mich nicht wohl.
Halbzeit - Katrin Gmeinhart
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